|
Rolf Mohne Ehrenmitglied der IWGB
04.03.08 -
Auf der diesjährigen Generalversammlung der
Internationalen Wassersportgemeinschaft
Bodensee IWGB wurde deren Mitbegründer und
ehemalige Messegeschäftsführer Rolf Mohne
verabschiedet und für seine Verdienste zum
Ehrenmitglied ernannt. Mohne kandidierte nach 23
Jahren nicht mehr für das Amt des
Stellvertretenden Vorsitzenden und
Schatzmeisters des Wassersportdachverbandes am
Bodensee mit 25 Trägervereinen und mehr als
200.000 Mitgliedern.

In seiner Laudatio betonte Präsident Dr.
Hans-Luzius Studer (Schweiz) nochmals wie
weitsichtig die Entscheidung von Rolf Mohne und
dem damaligen Geschäftsführer des
schweizerischen Bootsbauerverbandes Roland Zaugg
war, in schwierigen Zeiten des Wassersportes mit
willkürlichen Entscheidungen und unsachlichen
Angriffen Anfang der 80er Jahre dessen
Interessenvertretung in einem starken
Dachverband zu bündeln.

Mit Rolf am Ruder der IWGB wurde eine Strategie
aufgebaut, welche bis heute für die IWGB
Gültigkeit hat und die der Leitlinie "Für
Wassersport und Umwelt-schutz!" folgt. Sachliche
Aufklärung und die Korrektur des Image der
See-benützer bildeten das Schwergewicht der
Tätigkeit. Fundiert wird sie mit eigenen
wissenschaftlichen Untersuchungen, Werbung, Messeautritten und Pressearbeit bis hin zu
praxisgerechter Umweltarbeit.

Diese erfolgreiche Arbeit wird der von der
Delegiertenversammlung in seinem Amt bestätigte
Dr. Hans-Luzius Studer mit seiner neuen
Vorstandsmannschaft fortsetzten, die jetzt neu
mit ihm Dirk Kreidenweiß von der Messe
Friedrichs-hafen und Ruedi Schellenberg vom
Bodensee-Segler-Verband BSVB komplettiert wird.

So entwickelt sich die von der IWGB als
Alternative zur Blauen Flagge speziell für die
Bedürfnisse des Bodensees entwickelte
Umweltauszeichnung Blauer Anker immer mehr zur
Erfolgsgeschichte. 2008 werden sich 12
Wassersport-anlagen rund um den Bodensee für die
Umweltauszeichnung bewerben. Ein Team von
ehrenamtlichen Auditoren wird die
Zertifizierungen vornehmen und die Hafenanlagen
nach einem festegelegten Kriterienkatalog, der
seine Schwerpunkte bei den Themen
Umweltverträglichkeit und Sicherheit hat,
überprüfen. Durch das ehrenamtliche Engagement
aller Beteiligten halten sich die Kosten in
einem Bereich von rund 150 Euro für die
Zertifizierung mit dem Blauen Anker.

Die Umweltarbeit der IWGB konnte zudem mit einer
Reihe von praktischen Maßnahmen weiter
vorangetrieben werden. So wurde vom Vorstand und
Geschäftsführenden Ausschuss ein spezielles
Bindetuch entwickelt, das auf einfache Weise
verhindert, dass beim Betanken Treibstoff
daneben geht oder sogar ins Wasser gelangt. Das
Tuch wurde in einer Behindertenwerkstatt
produziert und mit einer Bedienungsanleitung
zum Selbstkostenpreis an die Wassersportler
abgegeben. Es stößt auf großes Interesse. So
haben bereits Werften für ihre Kunden größere
Stückzahlen geordert. Und auch der ADAC Bereich
Sportschifffahrt, der ebenfalls Mitglied der
IWGB ist, wird das praktische Tuch anbieten.

Mit Merkblättern, die an alle Wassersportler
verteilt werden, wirbt die IWGB für sauberen
Wassersport: dazu zählt ganz neu vor
Saisonbeginn eine Auflistung von
umweltfreundlichen und triazinfreien
Unterwasserfarben, die in Zusammenarbeit mit den
Farbherstellern erstellt wurde.

Gemeinsam mit dem Limnologischen Institut wurde
ein Merkblatt entwickelt, das den
Wassersportlern erläutert, wie verhindert werden
kann, dass mit Booten, die gelegentlich das
Revier wechseln, bei der Rückkehr seefremde
Kleinlebewesen in den See gelangen können.

Beim von der IWGB organisierten Umwelttag in
Fussach werden Referenten der IWGB und von
unterschiedlichen Einrichtungen wie dem
Limnologischen Institut oder
Naturschutzverbänden Umweltreferenten von
Vereinen als Multiplikatoren in Umweltthemen des
Wassersports einführen.

EIn Augenmerk hat die IWGB immer auf
unterschiedlichste Belange, die die
Rahmenbedingungen des Wassersports betreffen.
Dazu zählen z. B. neue geplante Gesetze wie z.
B. zur Zulassung von Motoren, derzeit ganz
konkret das Bodensee-Leitbild oder das
Internetportal Bodensee-Online. |